112 – Kann auch dein Leben retten!

Heute, am 11. Februar, ist der Europäische Tag des Notrufs 112. Im Jahr 2009 haben das EU-Parlament, der Rat der Europäischen Union und die EU-Kommission den Tag ins Leben gerufen.

EU-weit gilt der Notruf 112
Notruf 112

Die kurze Geschichte der 112. 
Der europaweite Notruf 112 wurde 1991 eingeführt. Zusätzlich zu den nationalen Notrufnummern soll er als eine einheitliche Notrufnummer in allen EU-Mitgliedstaaten verfügbar sein. Das Ziel war, insbesondere für Reisende den Notdienst leichter erreichbar zu machen.

Seit 2003 müssen die Telekommunikationsbetreiber den Rettungsdiensten Informationen zum Standort des Anrufers übermitteln. Unfallopfer können so schneller aufgefunden werden. Die 112 bei den Bürgern bekannter zu machen, liegt im Aufgabenbereich der Mitgliedsstaaten.

Erst seit Dezember 2008 erreichen die Bürger*innen der EU die Notfalldienste aus allen Fest- und Mobilfunknetzen in allen 27 Mitgliedsstaaten gebührenfrei unter der einheitlichen Notrufnummer 112! Zusätzlich gilt der Notruf 112 auch in anderen Ländern außerhalb der EU, zum Beispiel in der Schweiz, in Island, Norwegen, in der Türkei, Ukraine, in Russland, Serbien und Mazedonien.

Ob nun Unfall, gesundheitlicher Notfall oder auch ein Brand – die 112 gilt für alle Notfälle! Jedoch ist die einheitliche Notrufnummer längst nicht so bekannt unter den Bürger*innen, wie es wünschenswert wäre. Der Bekanntheitsgrad als EU-weite Notrufnummer betrug im Februar 2013 im EU-Durchschnitt 27% und in Deutschland 17%. 

Jeder kann richtig helfen! Wann solltest du die 112 anrufen?

  • Wähle die 112 im Notfall, um einen Krankenwagen oder die Feuerwehr zu rufen.
    Wenn du zum Beispiel:              – dringend einen Arzt brauchst, da du bei einer Person Atemstillstand festgestellt hast,
                                                       – Zeuge eines schweren Verkehrsunfalls wirst oder
                                                       – feststellst, dass ein Gebäude brennt.

  • Überlaste das System nicht mit unnötigen Anrufen! So gefährdest du das Leben derer, die wirklich dringend Hilfe benötigen.

  • Scherzanrufe können ebenfalls die Reaktion auf echte Notfälle verzögern. Wegen der hohen Zahl von falschen Notrufen haben zahlreiche Länder beschlossen, die 112 für Anrufe von Mobiltelefonen ohne SIM-Karte zu sperren.

Was geschieht, wenn du die 112 anrufst?

  • Eine speziell ausgebildete Person beantwortet deinen Anruf. Je nach Land, in dem du dich befindest, kümmert sie sich unmittelbar um dein Anliegen oder leitet dich an den entsprechenden Notfalldienst weiter.
    Immer mehr Beschäftigte eines Notfalldienstes können solche Anrufe in mehreren Sprachen beantworten. Dies ist besonders für Reisende wichtig, die die 112 im Ausland anrufen.
  • Anrufer müssen sich identifizieren, damit derselbe Notfall nicht doppelt gemeldet wird. Du wirst aufgefordert:
    – deinen Namen,
    – deine Adresse und
    – deine Telefonnummer zu nennen.
  • Wenn du die 112 irrtümlich angerufen hast, leg nicht auf! Sage einfach, dass alles in Ordnung ist. Sonst muss eventuell ein Rettungsdienst losgeschickt werden. Es muss geprüft werden, ob ein Notfall vorliegt.

Der Notruf sollte in folgender Reihenfolge wiedergegeben werden:

  1. WO ist der Notfallort? 
    Ort, Stadtteil, Straße, Haus-Nr., Kreuzung, Hinterhaus, Etage
  2. WAS ist passiert?
    z.B. Verkehrsunfall, Brand, …
  3. WIE VIELE Personen sind betroffen?
    Schau z.B. in benachbarte Zimmer oder beteiligte Fahrzeuge
  4. WELCHE Art von Verletzung liegt vor?
    z.B. Person mit Brustschmerzen, Atemnot, Blutungen, …
  5. WARTEN auf Rückfragen!
    …, …, …
rettungswagen

Deutschlandweite Aktion der Berufsfeuerwehren

Heute findet unter dem Namen „Twitter Gewitter“ eine deutschlandweite Aktion zum Europäischen Tag des Notrufs 112 statt. 

An diesem Tag nimmt nicht nur die Feuerwehr Leipzig teil, sondern auch 40 weitere Berufsfeuerwehren, wie z.B. Feuerwehr HamburgFeuerwehr DüsseldorfBerliner FeuerwehrFeuerwehr KölnFeuerwehr Frankfurt am Main. Von 8:00 – 20:00 ⏰ wird nahezu live über den Twitter-Kanal aus der Leitstelle der Feuerwehr Leipzig heraus berichtet.