5 Tipps, wie du dich gegen Zecken schützen kannst!

Wenn die Temperaturen in die Höhe klettern, lauern Zecken wieder auf Wiesen und in Wäldern – und das in noch größerer Anzahl als in den vergangenen Sommern. Wer viel draußen unterwegs ist, sollte daher wissen, wie man sich schützt und was im Ernstfall zu tun ist. Gerade jetzt, da in Deutschland neue Zeckenarten auf dem Vormarsch sind, wird das Thema Zeckenschutz immer präsenter. Die wichtigsten Tipps haben wir für dich hier zusammengestellt.

1. Präventiver Schutz

Die beste Zeckenabwehr sind lange Hosen und Oberteile, dazu geschlossene Schuhe. Sprays (z.B. von Anti Brumm® Forte) und Co. können ebenfalls helfen, müssen aber regelmäßig erneuert werden. Ihre Wirkung verfliegt meistens schon nach weniger Stunden.

2. Kontrolle durch Abtasten

Nach längeren Aufenthalten im Freien besonders im Wald oder auf einer Wiese mit hohem Gras ist ein Zecken-Check Pflicht! Schau vor allem in Hautfalten, Achselhöhlen, Kniekehlen, im Bauchnabel und an behaarten Körperstellen nach. Hier saugen sich Zecken besonders häufig fest.

3. Richtiges Entfernen

Nach Auffinden der Zecke, solltest du diese möglichst schnell entfernen! Am besten verwendest du Hilfsmittel aus der Apotheke: Zeckenkarte oder Zeckenzange. Damit packst du das Tier nah am menschlichen Körper an. Dann langsam und senkrecht herausziehen. Beachte! Die Zecke nicht quetschen und nicht drehen. Keinen Nagellack oder andere angebliche Hausmittel verwenden. Damit steigt das Krankheitsrisiko nur.

Zecke in der Zeckenzange
Zeckenkarte im Einsatz
Zecken-Pinzette

4. Die betroffene Hautstelle beobachten.

Nach einem Zeckenbiss halte die betroffene Hautstelle genau im Auge. Bildet sich rund um den Biss ein roter Kreis, die Wanderröte, geh am besten zum Arzt. Gleiches gilt, wenn Symptome wie 

  • Kopfschmerzen,
  • Gelenkschmerzen,
  • Fieber oder
  • Schwellungen der Lymphknoten

auftreten. Das kann ein Hinweis auf durch Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose oder FSME sein.

5. Vorbeugen

Borreliose lässt sich mit Medikamenten heilen. Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung. Zumindest wenn du in einem Risikogebiet lebst oder dort Urlaub machst, solltest du darüber nachdenken. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür.

Als Risikogebiete für Zecken und die durch sie übertragene Krankheit FSME gelten

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Teile von Hessen
  • Thüringen
  • Sachsen
  • Saarland (einzelne Gebiete)
  • Rheinland-Pfalz (einzelne Gebiete)
  • das niedersächsische Emsland.

In Sachsen stehen die Sommerferien vor der Tür! Touristen müssen zum Beispiel in Österreich, der Schweiz oder Skandinavien aufpassen.

Neben der regulären einheimischen Zecke könnte sich in diesem Jahr in Deutschland die tropische Hyalomma-Zecke stärker ausbreiten als bisher. Sie ist deutlich größer als einheimische Arten. Ihr Biss bleibt daher vermutlich seltener unbemerkt. Die Tipps gegen dieses exotische Insekt sind aber dieselben: Vorsichtig herausziehen, auf Symptome achten und im Zweifel zum Arzt gehen.